Elektrotherapie

 

 

 

 

 

 

Die Elektrotherapie ist eine therapeutische Anwendung von elektrischem Strom in der Medizin und in der Physiotherapie. Für einige der Verfahren wird synonym auch der Begriff Reizstromtherapie benutzt.
Anwendung findet die Elektrotherapie heute unter anderem zur Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lähmungen und Muskelschwäche.
Muskelstimulation
Bei der Muskelstimulation werden Elektroden direkt auf die Haut über Muskeln aufgebracht. Der applizierte Strom löst eine Kontraktion der darunter liegenden Muskulatur aus, wodurch eine Kräftigung des behandelten Muskels erfolgt. Eingesetzt wird das Verfahren insbesondere bei Lähmungserscheinungen der Muskulatur.
Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS)
Bei der TENS stimulieren elektrische Impulse durch die Haut hindurch die Nerven. Die Impulse hemmen die Schmerzübertragung ans Gehirn (Pain Gate Control Prinzip) und regen die Ausschüttung von Endorphinen an, die Schmerzen reduzieren.
Auch bei dieser Stromform sind frequenzabhängig unterschiedliche Wirkmechanismen bekannt. Behandlungsfrequenzen um die 100 Hertz beeinflussen die so genannte "Gate Control Theorie" und wirken auf Höhe des Rückenmarkssegmentes.
Frequenzen zwischen 2 und 10 Hertz setzen körpereigene Schmerzmittel (Endorphine) frei.
Während bei der 100 Hertz-Stimulation rasch mit einer Schmerzreduktion gerechnet werden kann, hat die Endorphinfreisetzung einen verzögerten Wirkungseintritt. Neueste Forschungen erachten eine Kombination beider Frequenzen als die optimale schmerzstillende Elektrostimulation.
Mittelfrequenter Wechselstrom (IFR = Interferenzstrom)
wirkt regulierend auf alle aktivierbaren Zellstrukturen in Organen; Muskeln und Nerven.

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